Wofür diese Seite gut ist

Hier werden Erlebnisse zu Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit und zu Rassismus, Klassismus und Ableismus, den Frauen erleben, gesammelt. Das können Kleinigkeiten sein, die sich wie Alltag anfühlen oder sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Sachen, die euch lähmen oder aufregen, die euch nerven oder stören. Beschreibt sie so lang oder kurz, wie ihr wollt — gerne anonym. Sexismus ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.

Eure Geschichten helfen, darauf aufmerksam zu machen:

Triggerwarnung: Im Folgenden finden sich Beschreibungen sexualisierter Gewalt, die nicht eigens gekennzeichnet sind.

20.01.2014 10:24

"Guten Abend! Na was treibt die kleine Dame? Lust aufn Drink im xy?"
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"kleine Dame" ? "Drink" "kleine Dame" ?!?!?!

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19.01.2014 19:59

Meine Tante feierte ihren 40. Geburtstag. Es wurde getanzt. Ihr Mann forderte mich zum Tanz auf. Ich freute mich, weil er mich meistens nicht anspricht und sich überhaupt selten unterhält. Es war witzig und ein bisschen wild, alle hatten getrunken.
Er fasste mir an den Po. Ich dachte - das musst du als Scherz verstehen. Wir tanzten weiter.
Er fasste wieder hin, richtig knetend. Er zog mich an sich. Er roch an meinem Hals. Er sagte:"so eine junge frau.."
Ich ging weg. Ich wollte die Geburtstagsfeier nicht mit meinem Entsetzen stören. Immerhin feierte seine Frau.

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19.01.2014 11:52

Der Lehrer, der immer sagt:
"Jetzt brauchen wir mal ein paar starke Jungs"
"Kommt schon Jungs, das könnt ihr"
"Seid keine Mädchen"
Oder ähnlichen Scheiß.
Was ist falsch daran, wenn ein Mädchen einen Tisch trägt?
Warum muss mir einer, der nur halb so groß ist wie ich tragen helfen, während so ein Anderer sich abmüht, aber ein Junge ist und somit keine Hilfe braucht?
Auch Frauen haben Muskeln, sorry, ist aber so.

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18.01.2014 12:45

Männer, sie sich über Kondome aufregen, aber nie selbst die Pille schlucken würden. Mein eigener Freund, der sagt er verliert den Respekt vor Frauen, denen er ins Gesicht ejakuliert hat. Der es geil findet, mit so vielen wie möglich geschlafen zu haben, es aber unangenehm findet, die Frauen auf der gleichen Party zu treffen. Der Dozent, der immer wieder betont, keine weiblichen Formen nutzen zu wollen, weil das ganze Gegender albern wäre. Die Frauen, die mir sagen, ich ziehe mich schön an, damit Männer mich geil finden und Gegrapsche sei ein Kompliment. Die Jungs im Linken Zentrum, die ein männerfreies Frauencafé einmal im Monat mit einem Veto verhindern. Der Polizist, der mich bei einer Personenkontrolle immer wieder unnötig berührt. Der Kommilitone, der mich zum Oralverkehr auffordert, weil er weiß, dass ich mit anderen Oralverkehr hatte. Die KommilitonInnen und Dozierenden, die sagen, die Emanzipation sei jetzt abgeschlossen, und nicht mehr relevant.

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10.01.2014 16:54

im GEZ-Boykott-Forum als "Schlitznazi" bezeichnet werden, und nachdem man sich beschwert hat, anschliessend in einer PM direkt noch mal als "Vaginal-Nationalsozialist" tituliert werden. Geht gar nicht.

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7.01.2014 20:16

An Silvester, ein Freund meiner besten Freundin, der mich, als wir während des Feuerwerks abseits von den anderen stehen, küsst und nicht aufhört, als ich mehrmals Nein sage, mir die Hand in die Hose schiebt und dort rumfummelt, mir ins Ohr flüstert "Ich will dich richtig durchficken" und, als wir hinfallen, immer weitermacht, bis ich ihn treten und wegschieben kann.

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5.01.2014 20:40

Ein Bekannter, der mir angetrunken anvertraute, dass er mich ja zu Anfang unserer Bekanntschaft "ziemlich heiß" gefunden hätte, ich sei "eine Neun" gewesen. Nachdem er mich besser kennengelernt hätte, wäre ich aber auf eine Sechs abgesunken."Zu kompliziert." Auf meine Feststellung, dass mein Charakter in diesem Falle mich ja vor Schlimmerem bewahrt hätte, und er selbst meiner Meinung sowieso nur eine Vier sei, schaute er mich verständnislos an.

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5.01.2014 8:29

Ich war gestern bei der Polizei und wollte den Mann der mich gegen meinen Willen mit Sperma bespritzt hat anzeigen.
Der Vorfall liegt schon einen Weile zurück. Der Beamte in der ostfriesischen Kleinstadt in der ich lebe hat mir vorgeschlagen das ich wieder ins Ruhrgebiet ziehen soll, wenn mich so ein Vorfall so sehr belastet.

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4.01.2014 14:08

Ein wenig. Vieles davon ist so lächerlich.

Ältere Dame, Sozialarbeiterin und -therapeutin, beschreibt sich selbst als Feministin:
"Lassen Sie die Schuhe an. Was ist denn eine Frau ohne Schuhe?"
"Sie haben ein Loch in der Strupfhose." - "Ich weiß." - "So kann man doch als Frau nicht rumlaufen!"
"Der Junge muss spätestens mit der Einschulung zu seinem Vater. Sonst wird er schwul. Und wir wollen doch, dass er ein richtiger Mann wird."
"Was, Sie sagen, Sie seien gut in Mathe? Als Frau? Das glaube ich nicht."
"Wir Frauen wollen doch, dass uns die Männer die Türen aufhalten." - "Ja, das ist nett. Wenn wir Frauen gerade die Einkaufstüten hochschleppen!" (Das sollte natürlich ein Scherz sein.) - "Nein, das sollte ein richtiger Mann auch tun." - "Oh. Dann mache ich immer was falsch. Was sollte eine richtige Frau dann tun?" - "Kochen!"

Ex-Freund:
"Du solltest jetzt nach der Trennung nicht gleich mit einem anderen schlafen." - "Warum sollte ich nicht?" - "Naja, du willst doch keine Hure sein."

Dozent:
"Was? Sie haben im Gefängnis gearbeitet? Und da wurden Sie ernst genommen?" - "Warum denn nicht?" - "Naja, als Frau! Und das dann bei den ganzen Ausländern... Arabern und so!? Meinen Respekt haben Sie. Ich würde da nicht reingehen."

Kolleg_innen:
"Aber S. ist echt eher männlich. Oder maskulin. Ich weiß nicht." - "Ja, nicht?" - "Finde ich auch, sie arbeitet wie ein Mann. So viel!" - "Und ist immer so im Stress." - "Echt. Nicht sehr feminin. Eine sehr männliche Frau."

Verabredung:
"Danke. Aber ich würde mein Getränk gern selber bezahlen." - "Wie, bist du etwa sone Emanze?"

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4.01.2014 11:06

Ich stehe im Supermarkt an der Kasse. Der mir unbekannte Typ vor mir in der Schlange hält es für nötig, mich darüber zu informieren, dass ich das Eis, dass ich auf das Band gelegt hatte, lieber nicht essen solle, ich würde mir nur meine Figur ruinieren. Wie hilfsbereit von dir, fremder Retter. Dummerweise ist das immer noch mein Körper.

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3.01.2014 19:22


Ich bin mit Sperma bespritzt worden ohne das ich das wollte. Ich war so schockiert, daß ich nicht reagieren konnte. Mein damaliger Freund hat gesagt es sei, weil er so eine Schwangerschaft bei mir verhüten wollte.
Lächerlich, weil ich mich natürlich um Verhütung kümmere. Er hat sich nach dieser Episode von mir getrennt. Gespräche, die wir führten, weil ich mich von ihm gedemütigt bzw. erniedrigt fühle waren keine Hilfe.
"Männer sind Schweine, daß kann jede Frau wissen, da gibt es sogar ein Lied drüber" einer seiner Kommentar.
Ich habe therapeutische Hilfe in Anspruch genommen.
Ich lebe in einer Kleinstadt. Ich habe mich völlig aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.Alpträume, Scham, Wut, Angst vor Gewalt sind geblieben. Ich bin traurig und einsamer dem je.
Das Männer untereinander damit prahlen, wenn sie eine Frau bespritzt habe weiß ich.
Daher fürchte ich mich ihm mit seinen Freunden zu begegnen.




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30.12.2013 19:25

Bei der Bewerbung für ein Volontariat wurde ich für 18Uhr zu einem Jobinterview eingeladen (Winter, draußen stockduster) und in eines der hintersten Büros geführt. Der Chef interviewte mich über eine Stunde und bot dann an, für mich eine Praktikumsstelle als seine Assistentin einzurichten. Ich solle dafür dann mit ihm auf Geschäftsreisen und abends mit ihm essen gehen. Als ich empört gehen wollte, fand ich so spät keinen mehr, der mir den Ausgang zeigte und rannte schließlich durch eine Feuerschutztür. Der Chef lachte nur und winkte ab. Ich habe heute noch Albträume bei Jobinterviews.

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26.12.2013 12:02

Ein Kollege erzählt mir, dass er seiner Frau ein iPad schenkt. Daraufhin erzählt er auch, weil es ja ein teures Geschenk ist, dass Sie jetzt sehr dankbar sein muss, mit Augenzwickern. "Frau XY, sie wissen schon das Frau dann seeeeehr dankbar sein müssen..."

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26.12.2013 1:21

1. Ich habe (natur)blonde Haare, habe studiert und halte mich auch für klug und eloquent. Wenn mir jedoch mal ein klitzekleiner Fauxpas vor männlichen Freunden und Bekannten passiert, die selbst meist höhere Bildung genossen haben oder noch genießen, kommen sofort Aussagen wie: "Jaja, typisch Blondchen, etc."

2. Ich hatte neulich in der Arbeit eine Besprechung mit einer Kollegin und einem Kollegen, bei dem es um die exakte Gestaltung unserer Arbeit ging/gehen sollte. Meine Kollegin hatte die Arbeit bereits drei Monate lang gemacht und er und ich jeweils zwei Wochen. Da ich jedoch das Gespräch anberaumt hatte und weit mehr Stunden bisher gearbeitet hatte als er, sind sowohl meine Kollegin als auch ich viel vertrauter mit der Arbeit als er. Deshalb war ich sehr verwundert dass er sich selbst im Stillen, ohne unser Einverständnis, zum Gesprächsführer ernannte und fast die komplette Zeit während der Besprechung durchredete.
Da seine Begabung für konstruktive Gesprächsführung zudem jedoch beschränkt ist, kamen wir nicht zu konkreten Planungen, die ich mir sehr gewünscht hätte.

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21.12.2013 14:56

Wollte mir für unseren Wagen, den wir verkaufen wollen, bei einem Autohändler Konditionen einholen, für was wir den Wagen verkaufen könnten.
Er sagte mir, dass er 2 1/2 dafür geben will...und 3, wenn ich mit ihm einen Kaffee trinken gehe.
Danke, aber NEIN Danke! SO nötig haben wir das mit dem Verkauf dann doch nicht!

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18.12.2013 11:32

Als ich auf eine Freundin einmal wartete, kamen etwa 10 Jungen auf mich zu, machten mich an.
Das Gespräch wurde härter, ich wütender. Ich kann mich nicht zusammenreißen. Es ging um Politik und die Rolle der Frau. Ich wurde von einem angespuckt, er wollte mich schlagen, doch seine Freunde hielten ihn zurück. Ein anderer drehte sein Messer in seiner Hand, er wollte uns Angst machen. Ich verstand erst danach, weswegen sie so wütend wurden. Eine Frau traut sich mit ihnen zu sprechen wie ein Mann. Und noch schlimmer: eine Frau ist intelligenter. Das konnten sie nicht ertragen.

Ein anderes Mal wurden mir Schläge von einem Fundamentalisten angedroht. Ich war wütend, betrunken, er beleidigte mich und sagte: „Wäre ich kein Türsteher, würde ich dich zusammenschlagen“. Keiner half mir und meiner Freundin. Niemand sagte ihm, dass die Scharia frauenfeindlich sei und hat mir recht gegeben. Ich glaube, sie hatten Angst. Und die Angst wurde schlimmer, als der Türsteher die Bullen rief. Seine Freundin, die ihn auch noch in seiner Frauenfeindlichkeit verteidigte, hielt seine Hand. Doch Männer in Uniform ertrug ich zu diesem Zeitpunkt nicht und beleidigte dann auch diese. Sie ließen mich gehen, nichts geschah, es grenzte an Ignoranz. Hätten sie sich diese Anfeindungen auch von einem Mann gefallen lassen?

Als ich eines Nachts mit einer Freundin auf den Bus wartete, riss ein Fremder plötzlich mein Gesicht hoch und steckte mir die Zunge gewaltsam in den Mund. Ich konnte nur in seinen Kehlkopf drücken, sah sein Gesicht nicht, hörte nur sein Lachen, als er in den Bus einstieg. Das Mädchen neben mir interessierte das nicht. Als ich es anderen erzählte, sagte eine Freundin, dass es cool sei, dass gerade so viele Jungen auf mich stehen. Eine andere meinte, dass ich eben mit den falschen Typen abhänge. War es denn meine Schuld?

Ein paar Jahre früher, als ich sechzehn war, tranken wir viel auf einer Schulreise. Zwei Jungen fingen an mich anzufassen auf dem Sofa. Ich bekam kaum etwas mit. Zwei andere mussten mich erst raus ziehen. Die Mädchen halfen nicht. Ich realisierte die Situation lange nicht. Heute ist es zu spät, kaum jemand erinnert sich daran. Mir bleibt nur der Hass und die Frage, was geschehen wäre, wenn niemand eingegriffen hätte. Ich war machtlos. Ich fühlte mich dreckig, beschmutzt, wertlos.
Wie damals, als ich mit dreizehn Jahren, vollkommen unzurechnungsfähig, von einem 17-jährigen Jungen geknutscht wurde.
Ich habe mich stärker in linken Kreisen aufgehalten. Da lehnten die Menschen wenigstens theoretisch Sexismus ab. Auch wenn sich viele Mädchen als Fotzen beleidigten. Ich war ziemlich naiv, weil ich glaubte, hier ginge es nicht nur um Sex. Ich sprach oft mit Männern über Marx, Kapitalismuskritik und Rassismus. Wie einig wir uns doch waren: die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen wollen wir ausrotten. Die Unterdrückung, das Ausnutzen des/der einen durch den/die andere/n. Doch nach Diskussionen wurde ich direkt gefragt, ob ich zu ihm nach hause kommen will. Und das ist noch charmant ausgedrückt. Mir wurde auch von einem Kommunisten gesagt, dass ich schön in seinem Whirlpool aussehen würde. Der zwanglose, freie Sex wird zelebriert. Wir Frauen werden oft ausgetauscht. Wer zweimal mit der gleichen pennt, gehört schon zum Establishment? Es schien wie eine Satire. Ich bin und bleibe ein reines (Sex-)Objekt für die meisten. Und ich bin weder besonders schön noch aufreizend. Es liegt nur an meinem Geschlecht.

Viele Männer erhoffen sich, dass nur weil ich verballert tanze, einfacher zu haben bin. Dass ich nicht mehr nein sage. Allerdings werde ich nur schneller sauer und vergebe nicht mehr so einfach! Ernsthaft: selbst wenn eine Frau ja sagt, weiß ein Mann nie, ob sie das im vollen Bewusstsein tut und es nicht bereuen wird. Das kann nur einem Mann unwichtig sein, wenn die Frau ihm unwichtig ist. Wenn sie für ihn einen Gegenstand darstellt. Selbst wenn mein Sofa sprechen könnte, was interessiert mich, was es sagt?

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17.12.2013 13:56

Lose Sammlung verschiedener Situationen (Achtung, Triggergefahr)

... mit 12 Jahren auf dem Geburtstag einer Freundin: wir (einige Mädchen) gehen abends noch raus. Bei dem Spaziergang treffen wir auf einen Klassenkameraden meiner Freundin und zwei Freunde von ihm. Sie belästigen uns, einer bohrt mir von hinten mit einem Stock in den Schritt. Ich schreie ihn an und trete ihn in die Eier. Bisher das einzige Mal, dass ich so was gemacht habe. War ich mit 12 womöglich mutiger als jetzt?

... in der 9./10. Klasse: Mein Englisch- und Sportlehrer (ein schmieriger, ekelhafter Sexist und Rassist) sagt zu meiner Mutter am Elternsprechtag, dass es "ja immer so nett aussehe , wenn die Mädchen auf dem Schwebebalken turnen". Das bestätigt nur mein ungutes Gefühl während des Sportunterrichts, wenn er betont "hilfsbereit" den Leuten an den Turngeräten hilft (ich erinnere mich nicht mehr, ob er so "hilfsbereit" egal ob bei den Mädchen oder den Jungen war).
Im Englischunterricht imitiert derselbe Lehrer abfällig "das indische" Englisch und lässt klar heraushängen, dass er Englischvarietäten, die in Indien gesprochen werden, für primitiv hält.
Obwohl dieser Lehrer schonmal auf offiziellem Wege auf dem Kieker war, hat er bis er 63 Jahre alt war unterrichten dürfen. Bestimmt keine Ausnahme – will nicht wissen, wie viele Lehrer_innen sich explizit sexistisch/rassistisch/klassistisch/etc. verhalten...


... im Auslandssemester: ich lerne einen Typen kennen, bin verliebt. Nach dem ersten Kuss gehen wir noch ans Flussufer. Dort grapscht er mir an die Brüste und sagt "J'ai envie de toi" (ich habe Lust auf dich). Meine Alarmglocken klingeln, aber ich ignoriere sie und lasse ich mich auf ein nächstes Treffen ein. Wir treffen uns erst draußen, gehen dann zu ihm. Wir schlafen miteinander – ich wollte es eigentlich nicht und habe nur mitgemacht aus Angst, er würde mich vielleicht zurückhalten, wenn ich mich anziehen und diese Wohnung verlassen würde.

... zu Besuch bei den Eltern eines Freundes: seine Mutter macht Müsli zum Frühstück (wohlgemerkt macht immer seine Mutter das Essen, nicht sein Vater). Sie bereitet extra "Frauenportionen" und "Männerportionen" zu. Die Frauenportionen sind in kleineren Schälchen als die Männerportionen... Sie geht also davon aus, dass "Männer" per se mehr Hunger haben oder mehr Essen brauchen als "Frauen". Anstatt einfach zu fragen, wie viel oder wenig Hunger die anwesenden Frauen und Männer gerade so haben.
Willkommen in den Geschlechterstereotypen im Bereich Ernährung!

Ich habe mich auf einige ausgewählte Beispiele für Alltagssexismus in meinem Leben beschränkt. Beim Schreiben sind mir noch mehr Situationen eingefallen, die ich schon fast vergessen hatte. Der gesamte Blog hier spricht ja ohnehin für sich, was alles für 'ne Scheiße passiert...




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9.12.2013 20:06

Ein Stadtfest bei uns in diesem Jahr. Meine Kleidung war nicht mal ansatzweise freizügig und auch sonst hatte ich mich nicht großartig zurechtgemacht, nur dezent geschminkt etc. Trotzdem 'durfte' ich mir den ganzen Abend diverse Sprüche anhören: zuerst von einer Horde etwa 16-jähriger Jungs (ich selbst bin Anfang 20) "Hey Süße...Alter Schwede" plus dämliches Gepfeife; ein Angebot a lá "Mit dir will ich heute schlafen"; im Vorbeigehen ein "Geiiiil" oder "Nicht schlecht"; Begrapsche der Brüste.

Von anderen alltäglichen Situationen, wie hier schon mehrfach beschrieben, mal abgesehen...

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6.12.2013 21:17

In der Schule der Kunstlehrer, der Bilder von nackten Frauen zeigte und die Schüler explizit beschreiben mußten was gezeigt wurde. Einmal ein Gebäude, wie ein Körper. Der Eingang war zwischen den Beinen.

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28.11.2013 18:19

Ich helfe ab und zu bei Veranstaltungen eines Frauenlesbenvereins aus. Letztens fand ein Konzert statt, bei dem ich und eine Freundin an der Bar arbeiteten. War eigentlich ein sehr netter Abend, das Publikum bunt gemischt, aber alle sehr nett, bis dann - kurz vor Schluss - die Tür aufging und zwei Typen mittleren Alters hereinschneiten. Setzten sich prompt an die Bar und bestellten lautstark Bier, obwohl sie, meiner Meinung nach, davon schon leicht genug intus hatten. Ich hab ihnen dann aber natürlich das Bier gebracht, dreh mich um und will weggehen, da schreit der eine: "He Mädchen, wie heißtn du?" Ich rolle mit den Augen und will grad antworten, da fügt er hinzu: "Oder stehst du etwa auf Weiber?", während der andere vor sich hin kichert. Ich hab den beiden Scheißkerlen dann gar keine Antwort mehr gegeben und bin ihnen den Rest des Abends aus dem Weg gegangen. Trotzdem lässt mich diese winzig kleine Episode, die eigentlich völlig unwichtig ist, einfach nicht mehr los.

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